Die re:publica 2019 – mein ganz persönliches Netzwerkfest

Von | 11. Mai 2019
re:publica 2019 - tl;dr
re:publica 2019 – tl;dr

Wie hat Andreas Gebhard in der Abschlussrede zur diesjĂ€hrigen re:publica so schön gesagt: „Ich bin voll geflasht!“. Diesem Kurzeindruck kann ich mich nur anschließen.
Persönliche Themen, die mich aktuell beschĂ€ftigen, interessannte und vielseitige Sessions und ein unglaublicher Netzwerkeffekt – das alles zusammen und intensiv gemischt. Die #rp19 war ein unglaubliches Fest…

Working Out Loud und die #WOLicorns

Wahnsinn, so etwas habe ich noch nie erlebt. Bereits eine Woche vorher enstannt auf Twitter eine Dynamik, die ich kaum beschreiben kann. Alles drehte sich um den Vortrag von Katharina Krentz zum Thema „Raus aus dem Silo und rein ins Netzwerk – Selbstwirksam werden dank Working Out Loud“.

Ein Beispiel von spontaner und vorangegangener Gemeinsamkeit, Vernetzung und CoCreation (finden eines Hashtags, Verabredung und Planung der kommenden Tage im separaten Chat). Das fĂŒhrte dazu, dass die Anspannung bereits ein paar Tage vor der #rp19 immens stieg. Mein Adrenalin-Spiegel ebenfalls.

Was dann am Montag passierte, war noch unbeschreiblicher. Viele Teilnehmer aus der Corporate Learning Community, Krassseherde und WOL-Begeisterten fanden sich zusammen, twitterten was das Zeug hielt und ja, feierten.

So entstand die WOLicorn-Bewegung, die sich wĂ€hrend und nach der re:publica fortsetzte. Wer sich einmal einlesen mag, nimmt sich einen Kaffee (oder anderes LieblingsheißgetrĂ€nk) und stöbert unter dem Hashtag #WOLicorns auf Twitter.

WIR ROCKEN #WOL, TWITTER & CO. Und ein GIF haben wir jetzt dank der Initiative des Digitalen DRK auch:

Sketchnoting und visuelle Highlights

Nicht erst seit einigen Tagen beschĂ€ftigen mich Sketchnotes, visuelle Notizen und kreative Zeichnungen. Wer hier im Blog und auf Twitter mitliest, weiß das.

Ein Highlight am Montag war dann das spontane Treffen mit Stephanie (Steffi) Kowalski. Am Dienstag Abend die tolle Session und Mitmach-Aktion von Nadine Roßa.

Zwischendrin versuchte ich, meine Gedanken der Tage zumindest rudimentĂ€r auf Papier zu bringen. Ein paar Sketchnotes entstanden in meinem Buch. Was ĂŒberhaupt nicht möglich war, auch wenn ich es mir fest vorgenommen hatte, sind Mitschriften einzelner Sessions als Sketchnote anzufertigen.

Eine Frage ist mir in den Sinn gekommen: Wie kann das Motto „tl;dr“ der re:publica mit Sketchnotig zusammenpassen? Verleiten doch die kurzgefassten visuellen Notizen eher zum nicht lesen bzw. verstehen, gerade wenn es andere Unbeteiligte betrifft, die auf das Bild schauen. Was meint ihr dazu?

Liberating Sructures

Und noch ein neues Thema, was mich die letzten Wochen beschĂ€ftigt. Und wie soll es anders sein, es hat in der #rp19 auch seine AnknĂŒpfungspunkte gefunden. Eine spontane Zusammenkunft am Mittwoch morgen und dann im Meetup zur Lern- und Meeting-Strukturen-Sammlung Liberating Structures.

Im Meetup haben wir gleich die Methode „Impromptu Networking“ und Slack als Tool ausprobiert. Und ich habe ĂŒberlegt, wie man das alles in virtuellen und verteilten Teams unterbringen kann. Vielen Dank an die Krasseherde und an Anja Ebers.

Netzwerke und Begegnungen

Das Netzwerk bzw. mein eigenes sind explodiert an diesen drei Tagen. Nicht nur Social Media lag im Dauerfeuer, auch die Knoten meines persönlichen Menschennetzwerkes feuerten unerlĂ€sslich. DafĂŒr bin ich allen sehr dankbar. Und ich kann hier gar nicht alle Beteiligten aufzĂ€hlen.

re:publica 2019 - Denkfabrik
re:publica 2019 – Denkfabrik

Dies fĂŒhrte dann zu meiner Erkenntnis am Dienstag, quasi meinem Denkfabrikat:

UnterschÀtze nie das Netzwerk und den Zufall. Gib beiden Raum, damit sie sich entfalten können.

https://twitter.com/stefboettcher/status/1125842009787387904

Immer wieder gab es Chaos bei kurzfristigen Verabredungen. Wie schnell sich doch etwas verschob oder zeitlich umgelegt wurde. Bei so einem großen Event auch kein Wunder.

Wen ich leider nicht mehr live sehen konnte, waren z.B. Tijen Onaran oder Maike Kueper. Auch hÀtte ich gedacht, dass aus dem Telekom-Universum mehr dabei gewesen wÀren. Vielleicht und gerne beim nÀchsten mal.

Weitere Erkenntnisse, Highlights und Fun Facts

  • Ich bin beim Hashtag #rp19 unter die ersten 8 der Top-Tweeters gelandet -> Yeah!
  • Die Eröffnungsrede des BundenprĂ€sidenten konnte man auch als Vorlage fĂŒr die #WOLicorns verstehen. „Digitalisierung heißt vernetzt zu sein – Demokratie heißt verbunden zu sein“.
  • Wir konnten ein Selfie mit Gunter Dueck vor seinem großen Vortrag am Mittwoch Morgen erhaschen, s. Tweet oben. Sein Vortrag selbst mal wieder direkt und erfrischend aufrĂŒttelnd.
  • Die Keynote von Sascha Lobo habe ich zur HĂ€lfte live, die andere HĂ€lfte auch gut auf dem RĂŒckweg per Twitter verfolgen können. ErwĂ€hnte ich bereits, dass Twitter mein ganz persönliches Lern- und Netzwerktool ist!?
  • Persönliche Weiterentwicklung, auch neben dem Job, ist eine tolle Sache. Danke re:publica, dass ihr eure Veranstaltung als Bildungsurlaub habt zertifizieren lassen.
  • Die Maus und der Elefant vom WDR waren auch da.
  • Learning: Das nĂ€chste mal nehme ich die Tage nach der Veranstaltung frei, so platt und zugedröhnt (im klar positiven Sinne) wie ich war.

Zusammenfassung und Fazit

re:publica 2019 - @stefboettcher
re:publica 2019 – @stefboettcher

Was bin ich froh, in diesem Jahr dabei gewesen zu sein. Mehr Lernen, Netzwerken und Weiterentwickeln geht kaum. Ich komme nicht umhin, die diesjĂ€hrige re:publica meine „ir/re:publica“ zu nennen. Was war ich platt nach diesen drei Tagen – oder eben voll geflasht, wie eingangs erwĂ€hnt.

Die #rp20 steht schon jetzt ganz oben auf meiner Liste fĂŒr das nĂ€chste Jahr. Ich komme ganz bestimmt wieder. Bis dahin wird das Netzwerk gepflegt und all die gesammelten EindrĂŒcke verarbeitet.

Mit vielen neuen Kontakten werde ich in Verbindung bleiben. Und ganz im Sinne des Themas der re:publica diesen Jahres habe ich viel recherchiert und hier verlinkt. Und fĂŒr alle diejenigen, die es eher ganz kurz haben wollen, bitte:

tl;dr
Krasses Networking, Working Out Loud, Sketchnotes und Liberating Structures. Die #rp19 war mein ganz persönliches Netzwerkfest.