Die E-Mail muss sich wandeln, lieber Anwender

Von | 25. April 2017

Email im Wandel
Die E-Mail wird überbewertet. Die digitale und gesellschaftliche Welt dreht sich weiter, während E-Mail und deren Nutzer es scheinbar immer noch nicht verstanden haben, dass wir uns auf diese – im technischen Sinne – alte Kommunikationstechnik nicht mehr hauptsächlich stützen können (sollten). Wir müssen eher umdenken und uns anpassen an die heutigen Gegebenheiten.

Die E-Mail ist nicht mehr das sinnvollste Kommunikationsmedium, um alltägliche Informationen auszutauschen und mit Menschen zusammen zu arbeiten. Es muss einen besseren Weg geben, als permanent zig E-Mails zu schreiben, nur um banale Dinge zu verbreiten, einfache Abstimmungen zu fahren oder sogar megabyte-große Dateien auszutauschen. Ganz zu schweigen von der riesigen Datenmenge, die ein E-Mail-Archiv im Laufe der Jahre ansammeln kann und somit (redundante) Datenverstopfung fördert.

Diese Erkenntnisse sind wahrlich nicht neu, sie müssen eben immer wieder aufgefrischt werden. Wie soll sich ansonten etwas ändern? Betroffen sind sowohl Unternehmen als auch Privatnutzer, die täglich mit der Datenflut arbeiten müssen. Oder sogar wollen…

Gegen den anhaltenden E-Mail-Trend haben es Slack & Co. leider sehr schwer anzukommen. Wogegen eigentlich? Nun, es ist der Anwender, der nicht will. Änderungen sind ihm ein graus. Von daher bleibt lieber alles wie es ist.

Doch zurück zum immer noch größten Problem: Die Anwender wollen keine Änderungen. Sie wehren sich dagegen. Notwendige Aufwände für Einführung, Training und Überzeugungsarbeit werden konsequent unterschätzt.

Wo bleibt der E-Mail-Wandel?

Wie wird die Gesellschaft auf den Wandel reagieren? Wird sie ihn annehmen und sich selbst damit verändern? Das wird vermutlich kommen. Es muss sich was ändern, denn die tägliche E-Mail-Flut im Postkorb ist einfach nicht mehr tragbar.

Es gibt mittlerweile zahlreiche Alternativen bzw. Erweiterungen für die tägliche Zusammenarbeit – Social Media, Chats, Cloud-Speicher und ja, immer noch das alte Telefon (noch so ein Thema). Teilen, Abstimmen und Diskutieren kann einfacher sein ohne digitale Einwegpost. Slack & Co. sind ein Anfang.

Die elektronische Post wird uns vermutlich noch etwas erhalten bleiben. Dafür ist sie einfach zu tief integriert, akzeptiert und oft auch sinnvoll. Und ja, das geht auch nicht von heute auf morgen. Ersetzen werden wir die digitale Post also (noch) nicht komplett.

Der Umgang mit der E-Mail wird und muss sich schon jetzt anpassen. Fangen wir heute noch oder zumindest langsam in unseren Köpfen an. Es muss ja nicht zurück zum guten alten handgeschriebenen Brief, am besten noch mit individuellem Schreibgerät bearbeitet, sein. Der Blick nach vorn mit offenen Augen hilft bereits weiter, bevor auf „Senden“ gedrückt wird. Ist die E-Mail notwendig, in dem Umfang und für diesen Verteilerkreis? Ein paar Tipps für effektives E-Mail-Management gibt es hier.

Umdenken und neue Kommunikations-Verfahren nutzen kostet Zeit und Geld. Aber es lohnt sich. Ich meine, es ist sogar unvermeidlich.

Bild von Clker-Free-Vector-Images

Ein Kommentar zu “Die E-Mail muss sich wandeln, lieber Anwender

  1. Silvester Penkalla

    Vollkommen richtig. Wer mag schon die ganzen Spams, Archive, volle Speicher, 2 zeiler etc. Hoffe es wird in Zukunft alles auf Chat-Basis umgesetzt werden. Ich weiß nicht wie, aber die Software-Giganten werden schon eine gute Lösung finden, welche alltagstauglich ist.

    Antworten

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