Gibt es ein Leben nach dem Blog?

Von | 20. Juli 2011

Der Titel klingt irgendwie endgültig, oder?! Mein Blog bleibt aber bestehen, keine Angst.

Folgender Gedanke ist mir aber einen Post wert, auch wenn ich nur Vermutungen anstellen kann: Was wäre wenn das eigene Blog nicht mehr da ist?
Egal ob der Blogtod durch freiwillige Aufgabe oder schlimmstenfalls durch rechtliche oder andere Gewalttaten hervorgerufen wurde.

Was kommt nach dem Blog?
Ganz so drastisch will ich gar nicht weiter denken. Es geht mir auch nicht um einen Lebensversicherung oder sowas. Nein, es würde mir einfach etwas fehlen, ganz klar. Ein Stück Freiheit. Ein Stück von einem selbst geht verloren.

Aber auch eine Menge Arbeit fällt von einem ab – keine Recherche, Administration, Pflege usw. sind mehr erforderlich. Je nachdem wie groß das Blog-Baby war und wie tief es einen ins Herz gewachsen ist können die Emotionen unterschiedlich stark ausfallen.

Mir jedenfalls würde etwas fehlen. Ich denke dass merkt man. Auch aus freier Entscheidung heraus wäre das ein großer Verlust für mich. Die letzten Jahre habe ich schließlich viel Zeit und Herzblut hier rein gesteckt. Genauso haben viele Leser, Kommentatoren und Verlinker zur Einzigartigkeit meiner Seiten in der Blogosphäre beigetragen.

Und würde man nach dem Tod des Blogs die Plattform dann komplett löschen oder eher noch im Netz zur Verfügung stellen? Halt nicht mehr aktiv pflegen, vorhandene User sperren, das nötigste tun etc. Sind ja immerhin noch wertvolle Informationen an Bord, die dem ein oder anderen Besucher noch was bringen könnten.

Schon mal jemand (s)ein Blog oder Projekt verabschiedet und begraben? Wie ist das Leben danach, wie fühlt es sich an? Meinungen bitte!

14 Kommentare zu “Gibt es ein Leben nach dem Blog?

  1. knoxer123

    Also ich würde meine „Arbeit“ in der Blogosphäre nur ungern aufgeben und sollte es mir aus irgendwelchen Gründen nicht mehr möglich sein, regelmäßig oder überhaupt noch zu bloggen, würde ich die Seite dennoch online lassen. 🙂 Sonst wäre die ganze Arbeit ja irgendwie umsonst gewesen 😥

  2. stef Autor des Beitrags

    Hey knoxer, danke für die Bestätigung. Sehe ich genauso. 🙂

    Und Jürgen, so geht es mir auch, Blogs sind eine wichtige Quelle geworden und das eigene ist eben etwas besonderes.

  3. Max

    Also ich habe ja gerade erst angefangen mit der Bloggerei. Und im Augenblick siehts eher aus, als würden da noch richtige Projekte kommen. Also nicht kommerziell, so richtig bloggen. 🙂
    Es macht Spaß und es ist eine erfreulich nette Gemeinschaft diese BloggerInnen.

  4. stef Autor des Beitrags

    Hey Max,
    das hast du richtig erkannt. 😛

    Als junger neuer Blogger sieht die Welt eh noch etwas anders aus. Nicht schlecht, einfach nur anders und voll motivierend.
    Und es gibt noch nicht soviel, was verloren gehen könnte im Falle des Falles.

    @Jürgen
    So kann man das auch ausdrücken. :mrgreen:

  5. Wüstenigel

    Kann mir ein Leben ohne Blogs auch nicht vorstellen. Beim Thema Wartbarkeit gibt’s ja z. B. Tumblr oder WordPress.com. Leider ist es schwer, wirklich über Jahre am Ball zu bleiben, da die Aufmerksamkeit in der Regel nicht sehr hoch sein wird und wenn überhaupt nur innerhalb der Blogospähre besteht.

  6. Ben

    Hi Stef,

    wirklich treffender Artikel. Ich betreibe auch mehrere Blogs und ich wüsste nicht was ich machen würde wenn sie weg wären. Trotzallem mache ich mir viele Gedanken über das Thema. Was ist wenn es einmal rechtliche Konsequenzen oder persönliche Gründe geben sollte? Die schönen Inhalte, einfach weg!? Eine Horrorvision, zumindest für mich…

    Viele Grüße!

    Ben

  7. stef Autor des Beitrags

    Wenn man mehrere Blogs bestreitet, egal ob selbst gehostet oder nicht, potenziert sich das ganze noch. Ist bei mir, zumindest momentan, nicht der Fall.

    Man muss, denke ich, unterscheiden zwischen selbst geopfert oder geopfert werden. In beiden Fällen wird es vermutlich ein Verlust für sich selbst und die Allgemeinheit sein.

  8. Chris

    Hallo!

    Ja, ich habs getan! 🙂 Ich hab schonmal einen Blog begraben! Und es ist mir auch nicht sonderlich schwer gefallen, denn das Thema hat mich nur wenig interessiert und das angstrebte Ziel, mit dem Blog Geld zu verdienen, hat auch nicht geklappt.

    Nun nutze ich WordPress im „privaten Bereich“ und fürs Geld verdienen habe ich mir ein eigenes CMS programmiert. Und ich muss sagen, dass ich mit diesem System besser fahre.

    Grüße
    Chris

  9. stef Autor des Beitrags

    Hi Chris,

    ok, in dem Falle würde ich auch begraben. Macht keinen Sinn.
    Und schön, wenn man aus Fehlschlägen lernt und mit ruhigem Gewissen weiter machen kann.
    Dann passt das ja auch soweit.

    Ich wünsche dir ein längeres Leben für dein jetziges Blog. 🙂

  10. Jobs Anästhesie Fachkrankenpfleger

    Das würde ja an Bücherverbrennung gehen, einen Blog zu löschen…
    Jegliches sinnvolle oder interessante Gedankengut sollte bestehen bleiben

    Gruß
    Timo des Jobs Anästhesie Fachkrankenpfleger Zentrums

  11. Kathryn

    Blogs löschen… ein absolutes no-go… hab es vor ein paar Jahren aber selber gemacht bei einem privaten Blog und daraus mittlerweile einen neuen Blog online gestellt… 🙂

  12. Pingback: Von Bloggern und Disc Jockeys » Content, Gedanken » Station 9.111

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