SETI und verteiltes Rechnen
Wer macht eigentlich noch mit beim so genannten verteilten Rechnen? Ich und mein Mac unterstützen z.B. das deutsche SETI@HOME und rechnen für den Weltfrieden die Suche nach ausserirdischer Intelligenz. Mal mehr mal weniger jedenfalls. Mein Account habe ich seit 2001, bin aber längst nicht durchgängig dabei gewesen.
Verteiltes Rechnen klingt spannender als es eigentlich ist, denn mein Rechner rechnet nur vor sich hin wenn er gerade sonst nichts zu tun hat. Das Ergebnis wird an das Projekt übermittelt und schon wird ein neues Rechenpaket geladen. Vielleicht kommt auf diese Weise irgendwann mal ein Signal zum Vorschein, was auf nicht menschlichen Ursprungs hoffen lässt. Wäre ja gelacht wenn wir die einzigen im Universum wären.
Für mehrere Netzwerke/Projekte gleichzeitig rechnen ist möglich sofern man das möchte. Eine Auswahl an Unterstützung suchender Rechnerverbunde liefert z.B. die Projekt-Liste auf BOINC.
Wer von euch macht bei ähnlichen Rechnerverbunden mit?
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4 Kommentare
Find ich total cool, dass Du dabei bist. Ob nun sinnvoll oder nicht, die Sache an und für sich ist super spannend. Wäre doch cool, wenn das erste extraterrestrische Signal von Deiner CPU geknackt werden würde – selbst wenn es nur ein Bit wäre und Du nie was davon erfahren würdest.
So ne Zeitlang hat Boinc meinen Rechner elendig verlangsamt und da habe ich abgeschalten. Aber danke, dass du mich wieder erinnerst. Werd's wieder einrichten.
Was heißt übrigens "sinnlos"? Ich bin lieber bereit, meine Kapazitäten für die Suche nach extrat. Wesen zur Verfügung zu stellen als für die Suche nach einem Medikament, für das dann ein Unternehmen die Rechte (und massiv Kohle) kriegt. (Davon ab habe ich diverse Bücher über SETI, Drake und außerirdisches Leben...)


















ich hab in den späten 90ern meine Rechner an distributed.net rechnen lassen (damals noch im Projekt, DES unter 24 Stunden zu knacken und später RC5-64). Später dann kurzzeitig Folding@Home. SETI war mir von Anfang an zu nerdig und irgendwie auch zu sinnlos.
Mittlerweile haben die Prozessorhersteller ja die Sleep-States entdeckt - d.h. meine CPU dröhnt nicht mehr durch wie früher sondern braucht weniger Strom, wenn sie nicht viel rechnen muss - bedeutet auch weniger Lautstärke, weniger Abwärme. Deswegen ist der dnetc-client von allen Rechnern verschwunden.