Werbung muss draußen bleiben
Grrr, so langsam aber sicher geht mir der tägliche Werbemüll im Briefkasten (den realen meine ich) auf die Nerven. Eine Lösung muss her. Es wird also nicht mehr lange dauern bis der Behälter einen eindeutigen Hinweis tragen wird. Werbung, Zettel, kostenlose Zeitungen etc. müssen dann draußen bleiben.
Habt ihr selbst schon Erfahrung mit dem Konzept sammeln können? Bleibt da wirklich ab sofort alles draußen was nicht reingehört?
P.S. Das Bild aus meinem letzten Beitrag hatte ja auch was mit "draußen bleiben" zutun. Es stammt aus der Telekom-Zentrale in Bonn. Fand ich irgendwie passend mit dem magentafarbenen Streifen über dem Hund. Andy war mit seinem Tipp schon nah dran.
Na endlich Tempo, wurde auch Zeit
Kann mir bitte jemand verraten wo der eigentliche Sinn hinter dieser Werbemaßnahme steckt? Ich komm nicht drauf.

Endlich gibt es Tempo nicht nur für das vordere Gesicht - nein, auch hintere Körperregionen dürfen sich von weichem Papier umschmeichelt fühlen!? Fehlen nur noch die bekannten Duftvarianten aus der Taschentücherkollektion. Passend zum Sommer, der ja irgendwie auch endlich ist. Aber sei es drum.
Andererseits wissen wir alle: Die Rollen sind endlich - in ihrer Länge und Reichweite. Geht es etwa in diese Richtung?
Aber vielleicht meint man einfach nur, damit die Erleichterung des Konsumenten zu erahnen: "Na endlich Tempo, wurde auch Zeit!"
Online-Lesen leicht gemacht
Eine einfache Möglichkeit, Webseiten in einer reinen Textvariante zu betrachten bietet ein Bookmarklet vom Readability-Experiment. Werbung oder einfach optische Zuwiderhandlungen des guten Geschmacks werden dann einfach ausgeblendet.
Ich höre schon die ersten sagen: dann sieht man meine Werbeeinblendungen oder mein wunderschönes Webdesign nicht mehr. Eben genau das kann durchaus ab und zu Sinn machen. Ich habe damit kein Problem, sollten Besucher meiner Seite lieber den nackten Text sehen wollen. Werbung habe ich eh nicht geschaltet und Feeds sind auch nur eine Art Textlesedienst, der ohne direkten Zugriff auf die Frontseite des Blogs funktioniert.
Mehr Leben zu vergeben
Zwei Wörter – einer Werbeseite entnommen – bringen mich zum nachdenken: "Mehr Leben". Auch wenn ich mir sicher denken kann was die Macher der Worte gemeint haben: gesteigerte Lebensqualität und mehr Freude am Leben. Aber gibt es tatsächlich mehr oder weniger Leben? Und wenn ja, kann ich mir das einfach kaufen?
Es geht in der Reklame eigentlich nicht um verlängertes oder ewiges Leben, Organspende oder Fortpflanzung. Wie also soll es ein Mehr an Leben geben? Ich bin der Meinung, dass jeder für sich selbst entscheidet, wie sein Verweilen auf der Erde gestaltet sein soll und ob er ein Mehrwert durch bestimmte Handlungen für sich verbuchen kann. Am Ende blickt jeder zurück und kann seine persönliche "Rechnung" aufmachen.
Frisch trifft Billig
Heute gesehen in einer Anzeigenüberschrift, gedruckt in einer großen bekannten Tageszeitschrift Berlins: „Frisch trifft Billig“. Darunter ein üblicher Werbetext mit tagesaktuellen Produkten.
Daraufhin kurz im Kopf weiter gesponnen, wie ein Gespräch zwischen Frisch und Billig laufen könnte:
Billig: „Sie sahen aber auch schon mal besser aus.“
Frisch: „Das liegt an Ihnen. Meine Blässe kommt nicht von ungefähr. Stress, na Sie wissen schon.“
Billig: „Ja ich weiß, ich fühle mich auch schön länger unwohl und unter Druck gesetzt. Ich kann mich nicht mehr frei entfalten.“
Ein Appell an mehr Preis- und vor allem Qualitätsbewusstsein der Hersteller und deutscher Verbraucher. Ich warte auf Anzeigen wie „Preis umarmt Qualität. Zwei Freunde haben sich wieder gefunden.“ oder ähnliche Texte.


