Das deutsche Mistverständnis

Herzlich geschmunzelt habe ich über folgenden Beitrag auf sueddeutsche.de: "Schlepptop und Teflon zum Bleistift". Ich selbst finde mich hier durchaus wieder, kann ich doch behaupten einige der mehr oder minder glücklichen Ausdrücke hin und wieder zu benutzen. Schlepptop und Teflon hat doch schließlich jeder im Büro zu stehen.

Ein Problem sehe ich aber bei der ganzen Sache. Man muss aufpassen, dass dieser Trott nicht zur Gewohnheit wird und die Worte ständig Verwendung finden. Und das geschieht schneller als einem selbst lieb ist.

In diesem Sinne - bis Baldrian.


Ein Unwort und dessen tägliche Qual

Es scheint – zumindest in meinem Umfeld – zugenommen zu haben: Die tägliche Begrüßung mit dem einfachen Ausdruck „Mahlzeit“. Beinahe zu jeder Tageszeit schallt mir dieses Unwort entgegen.
Gemeint ist nicht die tägliche und regelmäßige Nahrungsaufnahme an sich, sondern die Meinung der Mitmenschen, das Wort als angebrachte Begrüßung einzustufen.

Warum sich dieses eher bescheiden klingende Wort derart durchsetzen konnte, entzieht sich meiner Kenntnis und - vor allem - meines Verständnisses. An mir liegt es nicht und soll es auch nicht liegen. Wo immer möglich versuche ich mich entschieden dagegen auszusprechen. Sei es durch einfache Ignoranz oder entsprechenden Antworten wie „Ma(h)l keine Zeit.“ oder „Nein, jetzt nicht!“.
Für mich persönliche habe ich entschieden diese weit verbreitete Unsitte nicht als angemessen respektvolle Begrüßung durchgehen zu lassen. Schon gar nicht am frühen Morgen.