Zeit für Station: Eine Fahrt mit der Berliner S-Bahn

Alle schlagen derzeit auf die S-Bahn Berlin ein, und ich nun auch - ein bisschen. Aber hey, sie hat es schließlich verdient. Ich komme zwar immer noch von A nach B, aber fragt nicht wie und wielange ich dafür brauche. Ein typischer S-Bahn-Ritt kann in diesen Tagen zum Beispiel so aussehen:

0. Station: Ich stehe am Bahnsteig und fühle mich nicht allein. Die Durchsagen passen selten zu dem was auf den Anzeigetafeln steht. Das heißt einfach warten und hoffen, dass die nächste Bahn gleich kommt und dass sie bitte in voller Länge in die Station einfährt!

naechste_station.png


Und sonst so?! (I)

Was gibt es zu erzählen?

Z.B. hat Google frecherweise das Eingabefeld, also den kleinen Suchschlitz auf der Starteite, manipuliert. Und zwar dahingehend, dass fortan die Schrift einfach größer ist als gewohnt. Finde ich jetzt nicht weiter tragisch. Trotzdem komisch.

und_sonst_so.png

Ich bin derweil damit beschäftigt Themen für mein Projekt "Zeit für Station" zu sammeln. Habe ja erwähnt, dass es nichts zeitkritisches ist, aber Themen wollen ja erst einmal gefunden sein. Es bleibt spannend.


Mitteilungsbedürfnis in der S-Bahn

Folgende Situation habe ich heute wieder erlebt: Ich sitze in der S-Bahn, eine Lektüre studierend (im heutigen Fall eine Fachzeitschrift, was aber in dem Zusammenhang keine Rolle spielt) und eine Frau setzt sich neben mich. Die Bahn ist gewohnt gefüllt im alltäglichen Berufsverkehr. Das allgemeine Schweigen wird jäh unterbrochen durch eine Aneinanderreihung zufällig gewählter Satzteile. Die Dame erzählt in gut hörbarer Lautstärke wirre, und scheinbar aus dem Zusammenhang gerissene, Geschichten. Wortfetzen und Ausdrücke die ich verstehen konnte waren z.B. Kommunismus, Geld, Regierung und Ähnliches.


Hinter der S-Bahn her

Ein immer wieder kurios anmutendes Schauspiel begegnet mir ab und zu bei meiner nahezu täglich stattfindenden Fahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln: Das S-Bahn-Rennen. Nein, kein Wettlauf mit, sondern um die nächste Bahn.

Gebrauchsanweisung

Eine kurze Erläuterung/Anleitung zum selber machen:
Obwohl noch mind. 30 Meter bis zur Bahn überbrückt sein wollen wird die Tatsache ausgeblendet, dass sich die Türen bereits im Schließvorgang befinden. „Zu spät!“ mag ein aus der Bahn heraus beobachtender Passagier denken, nicht jedoch der willensstarke Läufer. Bis zur Tür schafft er es noch. Die Bahn aber fährt los. Vielleicht hat er noch die Kraft irgend jemanden dafür zu danken, ihn in eine solch unangenehme Situation gebracht zu haben, z.B. dem Fahrer oder der netten Person hinter dem Anssagelautsprecher. Als Belohnung für den starken Körpereinsatz gibt es Adrenalin, erhöhten Pulsschlag und kleine Schweißausbrüche für den guten Start in den Tag. Vermutlich jetzt übermannt jenem Menschen kurz das Gefühl der Hilflosigkeit, würde ich behaupten.