Unangenehme Fremd-Beschallung (III)
Und erneut ein Beispiel aus der Praxis, wie man es nicht machen sollte:
Erst letztens habe ich im ICE ein Handy-Telefonat zwangsweise verfolgen dürfen. Dem einen Satz des Telefonierenden "... nein du störst nicht, ich bin im Zug" würde ich definitiv widersprechen. Auch wenn ich weiß, dass er nicht mir oder den Mitreisenden galt, sondern dem Gesprächspartner. Jedenfalls sehr unpassend, wie ich finde. Machen sich Telefonierer überhaupt keinen Kopf, in welcher Umgebung sie ihre Privatgespräche abhalten?
Und nein, die eigenartigen Aufkleber, die im Bahnwagen zahlreich mit eindeutiger Symbolik ein "Pssst" andeuten (zu sehen ist ein Kopf und ein Zeigefinger vor dem Mund), sind selbstverständlich dazu da, von jedem Fahrgast individuell ausgelegt zu werden.
Unangenehme Fremd-Beschallung (II)
Das Handy klingelt: „Ich bin gleich da!“, „Was macht der jetzt eigentlich so den ganzen Tag?“ oder „Erzähl mal, wie war dein Urlaub?“. Belanglosigkeiten, höchstens für den- oder diejenigen interessant, die am anderen Ende als Zuhörer fungieren. Das alles lautstark der Öffentlichkeit mitgeteilt, in der Bahn, direkt neben mir.
Es nervt! Man verschone mich bitte mit derlei Privatangelegenheiten und Dingen, die nicht für mich bestimmt - eben privat - sind. Denn ich möchte nicht wissen, dass es heute Lasagne zum Mittag gab oder dass es Eheprobleme gibt, die man wohl am besten schnellstmöglich ausdiskutieren sollte. Das sollte getan werden, aber bitte nicht am Mobiltelefon, sodass die ganze Bahnkundschaft dadurch zwangsläufig in die Zuhörerrolle gedrängt wird.
Unangenehme Fremd-Beschallung
Ob ungewollt oder nicht, Beschallung durch Andere ist im täglichen Leben eine ganz normale Erscheinung. Sei es über Mobilfunktelefonate oder Musik aus den unterschiedlichsten Abspielgeräten. Was veranlasst nun aber Mitmenschen dazu, nicht nur sich selbst Schaden zuzufügen, sondern gleichzeitig andere Personen zu belästigen?


