Der Mensch gehört nicht in die Luft

Ich finde es toll, dass gerade ein paar Tage Ruhe herrscht am Himmel. Freier Flug für Insekt und Vogel! Wirtschaftlicher Schaden hin oder her, das, was gerade mit dem europäischen Luftraum passiert, sollte nicht nur zum Nachdenken anregen, sondern auch froh stimmen. Froh deshalb, weil der Mensch sich, wenn er denn will oder sogar muss, auf seine Flexibilität berufen und seinen Verstand einsetzen kann, neue Verknüpfungen suchen oder Probleme ganz umgehen kann.

Nein, ich beneide niemanden, der jetzt irgendwo auf der Welt festsitzt und nicht zu seiner Familie nach hause kann. Ich habe Kollegen, die nicht wegkommen, weil alternative Fahrangebote die nächsten Tage restlos überbucht sind und der unfreiwillige Aufenthalt mehr oder weniger selbst bezahlter Urlaub ist. Ich hoffe, dass alle wieder unversehrt nach hause kommen.


Menschenfreies Computern

Die Zukunft: Menschen, Administratoren, Manager usw. wird es weiterhin (ok, zumindest noch etliche Dekaden) brauchen, um Computer in irgendeiner Weise bedienen, optimieren und steuern zu können. Dass es aber immer weniger werden ist sicher von jedem nachvollziehbar. Maßnahmen zur Rationalisierung, Effektivitätssteigerung etc. seien dazu genannt.

Deshalb finde ich, dass die Bezeichnung "humanless computing" gar nicht mal so weit hergeholt ist. Das wird kommen, früher oder später. Lew Tucker, seines Zeichens Vice President & CTO bei Sun Microsystems, hat das gut auf den Punkt gebracht. Seine Theorie: Applikationen die in sich vollständig unabhängig agieren. "Future cloud apps won't need humans".
Menschen legen Grenzen fest, den Rest erledigen das System, die Server, die Software in der Wolke. Neuerdings als "Cloud Computing" bezeichnet. An- und Ausschalten ist nicht mehr notwendig.


Der menschliche Drucker

Das Projekt The Human Printer ersetzt mal eben den Drucker und erstellt sozusagen gemalte Ausdrucke.

Wie jetzt? Nun: Bilder und Fotos, die zuvor per Email eingesandt wurden, werden von Hand ausgedruckt. Jeder Pixel wird also von Hand gezeichnet und nicht von einem technischen Gerät namens Drucker erstellt.

Die Performance spielt hier natürlich keine Rolle. Aber die Idee ist gut und schließlich zählt das Ergebnis.

via diskursdisko