Gesprächsnotiz (II)

Neulich am Telefon folgender Gedanke:

Wenn ich mich um jemanden oder etwas kümmere, bin ich dann ein Kümmerling, oder vielleicht ein Kümmerich?

Kann mir bei dieser Frage jemand weiterhelfen?


Unangenehme Fremd-Beschallung (III)

Und erneut ein Beispiel aus der Praxis, wie man es nicht machen sollte:

Erst letztens habe ich im ICE ein Handy-Telefonat zwangsweise verfolgen dürfen. Dem einen Satz des Telefonierenden "... nein du störst nicht, ich bin im Zug" würde ich definitiv widersprechen. Auch wenn ich weiß, dass er nicht mir oder den Mitreisenden galt, sondern dem Gesprächspartner. Jedenfalls sehr unpassend, wie ich finde. Machen sich Telefonierer überhaupt keinen Kopf, in welcher Umgebung sie ihre Privatgespräche abhalten?

Und nein, die eigenartigen Aufkleber, die im Bahnwagen zahlreich mit eindeutiger Symbolik ein "Pssst" andeuten (zu sehen ist ein Kopf und ein Zeigefinger vor dem Mund), sind selbstverständlich dazu da, von jedem Fahrgast individuell ausgelegt zu werden.


Gesprächsnotiz

Vor kurzem in einem Telefongespräch gehört (nicht wortwörtlich, aber sinngemäß):

... ein Freund hat sich die Ausstattung für seine Dreharbeiten für eine Woche geliehen. Die Chance hat er auch genutzt und hat komplett durchgedreht.

Ich danke für diesen heiteren Moment! In diesem Sinne: Ein schönes Wochenende euch allen!


Unangenehme Fremd-Beschallung (II)

Das Handy klingelt: „Ich bin gleich da!“, „Was macht der jetzt eigentlich so den ganzen Tag?“ oder „Erzähl mal, wie war dein Urlaub?“. Belanglosigkeiten, höchstens für den- oder diejenigen interessant, die am anderen Ende als Zuhörer fungieren. Das alles lautstark der Öffentlichkeit mitgeteilt, in der Bahn, direkt neben mir.
Es nervt! Man verschone mich bitte mit derlei Privatangelegenheiten und Dingen, die nicht für mich bestimmt - eben privat - sind. Denn ich möchte nicht wissen, dass es heute Lasagne zum Mittag gab oder dass es Eheprobleme gibt, die man wohl am besten schnellstmöglich ausdiskutieren sollte. Das sollte getan werden, aber bitte nicht am Mobiltelefon, sodass die ganze Bahnkundschaft dadurch zwangsläufig in die Zuhörerrolle gedrängt wird.


Mitteilungsbedürfnis in der S-Bahn

Folgende Situation habe ich heute wieder erlebt: Ich sitze in der S-Bahn, eine Lektüre studierend (im heutigen Fall eine Fachzeitschrift, was aber in dem Zusammenhang keine Rolle spielt) und eine Frau setzt sich neben mich. Die Bahn ist gewohnt gefüllt im alltäglichen Berufsverkehr. Das allgemeine Schweigen wird jäh unterbrochen durch eine Aneinanderreihung zufällig gewählter Satzteile. Die Dame erzählt in gut hörbarer Lautstärke wirre, und scheinbar aus dem Zusammenhang gerissene, Geschichten. Wortfetzen und Ausdrücke die ich verstehen konnte waren z.B. Kommunismus, Geld, Regierung und Ähnliches.