Wilfing vs. Schlendern

In der heutigen Ausgabe der F.A.S. habe ich gelesen, dass es einen neuen Trend gibt: Das Wilfing. Sinnloses Surfen im Internet, was anschließend kaum Spuren im Gedächtnis hinterlässt. (via Spiegel Online). Was sich da zusammenbraut kann doch keiner voraus ahnen. Auch die Deutschen (noch) nicht. Zumindest waren das meine Gedanken, als ich den Beitrag las.

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Parallelen versuche ich in dem Zusammenhang in einem meiner vergangenen Beiträge zu suchen: „Schlendern im weltweiten Netz?“. Zu dem mir übrigens bisher noch niemand eine Antwort geben konnte.
Wenn ich etwas genauer darüber nachdenke, hat das Eine (Wilfing) mit dem Anderen (Schlendern) nicht soviel gemeinsam wie ursprünglich angenommen. Schlendern setzt, wenn auch relativ wenig, Bewegung voraus. Wilfing hingegen baut auf minimalen Körper- bzw. Geisteseinsatz.


Schlendern im weltweiten Netz?

Inspiration und frische Luft bei meinem heutigen Spaziergang brachten folgende Fragestellung hervor: Gibt es so etwas wie das Schlendern im Internet? Kann ich im weltweiten Netz ebenso einen Spaziergang machen wie durch die Nachbarschaft?

Ich denke, dass der Begriff „Internetsurfen“, der allgemein für das Verweilen auf digitalem Wege verwendet wird, hier zu speziell wäre. Die Art und Weise des Spazierganges kann man nicht 1:1 auf das Durchstreifen des Internets abbilden, oder etwa doch?
Es fängt bereits mit der Frage an, ob es denn einen wirklichen Start- und Zielpunkt gibt, so wie ich diese bei meinem physikalischen Weg habe. Im Internet, so meine ich, habe ich speziellere und viele Anlaufstellen, die ich mehr oder weniger direkt ansteuere. Beim Flanieren gehe ich nicht mal hier und da in eine Diskussionsrunde oder Veranstaltung, um mich mit Bekannten auszutauschen. Bei einem Spaziergang bleibe ich ab und zu stehen, um die Umgebung zu inspizieren. Einige anderen Menschen begegnen mir dabei.


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