Station 9.111 im Strom der Zeit
Ich weiß nicht wo bringt es mich hin?

Sieht nach unbenutztem Land aus, viel Platz zum Probieren. Aber das ist es nicht ganz. Es ist bereits viel geschrieben worden in den letzten Monaten, das Profil der Station 9.111 hat sich geschärft. Ebenso ich. Auch ihr Leser habt es dazu gemacht was es heute ist - reicher an Inhalten, Konversationen, Gedanken und neuen Ideen. Das ist gut so. Das wollte ich mit meinem Blog auch erreichen, vorantreiben und zum Nachdenken anregen.
Jedem sein Autsch-Empfinden
Autsch! ... dachte ich ebenfalls, als ich den nicht so froh stimmenden Artikel bei ad las. Nicht nur, weil sein wertvolles Stück - das iPhone - beschädigt ist, sondern weil mir die Reaktion seiner "Besten" schmerzlich bekannt vorkommt. Ein iPhone, genauso wie ein jahrelang gepflegter Autowagen, ist eben nicht nur ein einfacher Gebrauchsgegenstand!!! So in der Art: "Das ist doch nicht schlimm, Hauptsache es geht noch. Hab dich nicht so!"
Start in den Tag
Ein Morgen wie jeder andere. So scheint es. Menschen im Trott. Handgriffe die sitzen. Kleinigkeiten schon, die den Ablauf stören könnten.
Auf dem Weg zur Arbeit. Leere Blicke, suchen Vertrautes, um sich zu vergewissern, dass alles aussieht wie gestern auch. Das beruhigt. Die Gesichter sind stumm. Die kleinste Änderung am Fahrplan des Tages = Minuten der Wehrlosigkeit. Vielleicht ein Anruf „Ich komme später“.
Musik, Bücher, Zeitschriften: Begleiter für den ein oder anderen auf seinem Weg. Bei mir sind es Stift und Papier. Gedanken werden festgehalten. Beobachtung.
Im Büro. Das morgendliche Begrüßungsritual. Der Tag beginnt. Zeit zur Entfaltung.
Blacksburg: näher als man denkt
Mehr oder weniger zur Kenntnis genommen werden ja mittlerweile solche Art Nachrichten, wie sie momentan aus den USA herüberkommen. Attentäter und Selbstmörder, diesmal mit mehr Opfern als je zuvor. Aber eben aus den USA und deshalb bei uns nicht ganz so wahrgenommen, als kämen sie aus Berlin oder einer Kleinstadt in Deutschland.
Wilfing vs. Schlendern
In der heutigen Ausgabe der F.A.S. habe ich gelesen, dass es einen neuen Trend gibt: Das Wilfing. Sinnloses Surfen im Internet, was anschließend kaum Spuren im Gedächtnis hinterlässt. (via Spiegel Online). Was sich da zusammenbraut kann doch keiner voraus ahnen. Auch die Deutschen (noch) nicht. Zumindest waren das meine Gedanken, als ich den Beitrag las.

Parallelen versuche ich in dem Zusammenhang in einem meiner vergangenen Beiträge zu suchen: „Schlendern im weltweiten Netz?“. Zu dem mir übrigens bisher noch niemand eine Antwort geben konnte.
Wenn ich etwas genauer darüber nachdenke, hat das Eine (Wilfing) mit dem Anderen (Schlendern) nicht soviel gemeinsam wie ursprünglich angenommen. Schlendern setzt, wenn auch relativ wenig, Bewegung voraus. Wilfing hingegen baut auf minimalen Körper- bzw. Geisteseinsatz.


