Gedanken
Will ich ein ewiges Leben?
Ausgehend von einer Meldung, die ich letztens über Forschung nach ewigem Leben las, mache ich mir ein paar Gedanken darüber. Das Altern wurde dabei von Forschern sogar als Krankheit bezeichnet. Wieso sollte ich ewig leben wollen? Warum nur kann der Mensch so darauf versessen sein, ein Mittel gegen Tod und Alterung finden zu wollen?
Blacksburg: näher als man denkt
Mehr oder weniger zur Kenntnis genommen werden ja mittlerweile solche Art Nachrichten, wie sie momentan aus den USA herüberkommen. Attentäter und Selbstmörder, diesmal mit mehr Opfern als je zuvor. Aber eben aus den USA und deshalb bei uns nicht ganz so wahrgenommen, als kämen sie aus Berlin oder einer Kleinstadt in Deutschland.
Wilfing vs. Schlendern
In der heutigen Ausgabe der F.A.S. habe ich gelesen, dass es einen neuen Trend gibt: Das Wilfing. Sinnloses Surfen im Internet, was anschließend kaum Spuren im Gedächtnis hinterlässt. (via Spiegel Online). Was sich da zusammenbraut kann doch keiner voraus ahnen. Auch die Deutschen (noch) nicht. Zumindest waren das meine Gedanken, als ich den Beitrag las.

Parallelen versuche ich in dem Zusammenhang in einem meiner vergangenen Beiträge zu suchen: „Schlendern im weltweiten Netz?“. Zu dem mir übrigens bisher noch niemand eine Antwort geben konnte.
Wenn ich etwas genauer darüber nachdenke, hat das Eine (Wilfing) mit dem Anderen (Schlendern) nicht soviel gemeinsam wie ursprünglich angenommen. Schlendern setzt, wenn auch relativ wenig, Bewegung voraus. Wilfing hingegen baut auf minimalen Körper- bzw. Geisteseinsatz.
Erhöhte Aufmerksamkeit
Man stelle sich folgende Situation vor:
Eine gut gefüllte S-Bahn am Nachmittag und mittendrin eine Oma mit Enkel und eine junge Mutter mit ihrem sehr kleinen Baby. Dieses junge Wesen mag das Gewusel um sich herum überhaupt nicht und teilt dies auch lautstark den Passagieren mit.
Das mag soweit über einige Minuten ertragbar sein. Viel interessanter fand ich dabei die Reaktionen der anderen Leute sobald ein Ton aus Richtung des Babys kam. Sofort richteten sich die Köpfe dorthin aus. Vor allem Frauen beobachten daraufhin jeden Schritt, jede Bewegung der jungen Mutter und die ihres Nachwuchses. Ich empfand es als Starren. Der Blick war leer, nur der Kopf bewegte sich und die Augen fixierten. Ansonsten einen nichts weiter mitteilenden Gesichtsausdruck.
Leben für das Wochenende
Mir scheint als leben viele Menschen nur für das Wochenende, als schleppen sie sich über die übrigen Tage und sparen sich die Lebensenergie für ein paar Stunden auf, um kurz darauf erneut in eine Art Koma zu verfallen. Kaum ein Tag in der Woche ohne dass deren Ende sehnlich erwartet wird. Vor allem über das Radio kann man es lautstark mitverfolgen: Durchhalteparolen und Darstellung als Heiligtum, welches es zu vergöttern gilt.


