Gedanken
(Miss-)Verständnis
Folgenden Ausruf am Bahnsteig kennt bestimmt jeder von euch: "Die Bahn x hat voraussichtlich yz Minuten Verspätung. Wir bitten um ihr Verständnis." An sich ist die Bitte klar formuliert. Nur kann ich das Verständnis irgendwie nicht aufbringen, jedenfalls nicht in diesem Zusammenhang.
Ich finde es irgendwie eigenartig, aber es ist eben kein Grund der Verspätung genannt, auf das ich entsprechend mit verständnisvoller Reaktion antworten könnte. Doch eben diese Gründe würde ich hier aber erwarten. Es muss ja nicht ausführliches Geschwafel sein, aber ein "aufgrund eines technischen Defektes ..." würde mir z.B. eher den Groll nehmen.
Wie seht ihr das?
Geht nicht zusammen: Frauen und Zigaretten
Vielleicht klingt das hier etwas eigenartig, und man möge mir verzeihen, sollten Gefühle dabei verletzt werden. Dennoch ist es meine Meinung, in der ich oft bestätigt werde.
Mein Eindruck: Frauen und Zigaretten (Kippen, wie auch immer) passen nicht zusammen. Und das in rein äußerlicher Betrachtungsweise. Hier bekommt das ach so gern in die Umwelt getragene Image der netten und gut aussehenden Damen einen dicken Riss in der Fassade.
Kippen rufen generell Abneigung in mir hervor und auch Männer sind in der Hinsicht ebenfalls - nicht nur gesundheitlich - alt aussehend. Aber an Frauen kann ich solche Stummel in Gesicht absolut nicht gerne sehen, so angenehm der Charakter und die ansonsten vermittelte Ausstrahlung sein mögen. Ästhetik und Grazie sehen für mich anders aus.
Mehr Leben zu vergeben
Zwei Wörter – einer Werbeseite entnommen – bringen mich zum nachdenken: "Mehr Leben". Auch wenn ich mir sicher denken kann was die Macher der Worte gemeint haben: gesteigerte Lebensqualität und mehr Freude am Leben. Aber gibt es tatsächlich mehr oder weniger Leben? Und wenn ja, kann ich mir das einfach kaufen?
Es geht in der Reklame eigentlich nicht um verlängertes oder ewiges Leben, Organspende oder Fortpflanzung. Wie also soll es ein Mehr an Leben geben? Ich bin der Meinung, dass jeder für sich selbst entscheidet, wie sein Verweilen auf der Erde gestaltet sein soll und ob er ein Mehrwert durch bestimmte Handlungen für sich verbuchen kann. Am Ende blickt jeder zurück und kann seine persönliche "Rechnung" aufmachen.
Eine Woche der Normalität entfliehen
Wie ich gestern schon berichtet habe, war ich die Woche über nicht in Berlin. Ich empfinde solche Pausen von der normalen Arbeit immer wieder als angenehm. Man entflieht für ein paar Tage der gewohnten Umgebung, um nicht nur den geistigen Horizont zu erweitern. In meinem Fall war es eine Schulung, die mich nach Nürnberg trieb.
Es ist nicht so, dass man in der Zeit nichts zu tun hätte. Es sind aber eine andere Umgebung, andere Menschen, Hotelübernachtungen, eine andere Stadt und viele weitere Gegebenheiten, die einen im normalen Alltagsleben nicht unterkommen.
Der Nutzen eines jeden Tages
Ein wahrscheinlich gut gemeinter und bekannter Spruch ist folgender: "Lebe jeden Tag, als wäre es Dein letzter!".
Ich mag den Satz nicht wirklich. Ich glaube nicht, dass ihn jemals ein Mensch einhalten konnte oder könnte. Ich denke eher, was man hiermit zu sagen versucht ist, dass man jeden Tag bewusst und in vollen Zügen nutzen sollte (carpe diem). Aber niemand wird auch nur annähernd soviel Energie aufbringen können, das ewig durchzuhalten im Falle der obigen Aussage. Der letzte Tag, sollte dieser einem vorher bekannt sein, würde zudem ganz sicher anders verlaufen als alle anderen Tage davor.


