Alltag
Das deutsche Mistverständnis
Herzlich geschmunzelt habe ich über folgenden Beitrag auf sueddeutsche.de: "Schlepptop und Teflon zum Bleistift". Ich selbst finde mich hier durchaus wieder, kann ich doch behaupten einige der mehr oder minder glücklichen Ausdrücke hin und wieder zu benutzen. Schlepptop und Teflon hat doch schließlich jeder im Büro zu stehen.
Ein Problem sehe ich aber bei der ganzen Sache. Man muss aufpassen, dass dieser Trott nicht zur Gewohnheit wird und die Worte ständig Verwendung finden. Und das geschieht schneller als einem selbst lieb ist.
In diesem Sinne - bis Baldrian.
Geht nicht zusammen: Schönes Auto und Anhänger
Ich bin entsetzt. Ab und zu ist in freier Wildbahn folgendes Bild zu sehen: Ein durchaus nett anzuschauendes KFZ (z.B. 5er BWM) neueren Baujahres mit Anhänger, welcher scheinbar aus dem letzten Jahrhundert stammt. Nein, so etwas geht einfach nicht zusammen. Allein eine Anhängerkupplung am ansonsten durchgestylten KFZ ist rein optisch nicht vertretbar. Das tut einfach nur weh. Freies Zitat dazu aus einem Werner-Film: "Oh nö, der schöne Autowagen!!!"
Die Leute achten doch auch sonst auf ihr Aussehen und ihre Klamotten. Warum dann nicht einfach auch im weiteren täglichen Leben, also auch beim Autofahren? Man mag meine Reaktion für übertrieben halten. Ich aber sehe das anders und finde diese Kombination einfach mal unpassend und unschön.
(Miss-)Verständnis
Folgenden Ausruf am Bahnsteig kennt bestimmt jeder von euch: "Die Bahn x hat voraussichtlich yz Minuten Verspätung. Wir bitten um ihr Verständnis." An sich ist die Bitte klar formuliert. Nur kann ich das Verständnis irgendwie nicht aufbringen, jedenfalls nicht in diesem Zusammenhang.
Ich finde es irgendwie eigenartig, aber es ist eben kein Grund der Verspätung genannt, auf das ich entsprechend mit verständnisvoller Reaktion antworten könnte. Doch eben diese Gründe würde ich hier aber erwarten. Es muss ja nicht ausführliches Geschwafel sein, aber ein "aufgrund eines technischen Defektes ..." würde mir z.B. eher den Groll nehmen.
Wie seht ihr das?
Unangenehme Fremd-Beschallung (III)
Und erneut ein Beispiel aus der Praxis, wie man es nicht machen sollte:
Erst letztens habe ich im ICE ein Handy-Telefonat zwangsweise verfolgen dürfen. Dem einen Satz des Telefonierenden "... nein du störst nicht, ich bin im Zug" würde ich definitiv widersprechen. Auch wenn ich weiß, dass er nicht mir oder den Mitreisenden galt, sondern dem Gesprächspartner. Jedenfalls sehr unpassend, wie ich finde. Machen sich Telefonierer überhaupt keinen Kopf, in welcher Umgebung sie ihre Privatgespräche abhalten?
Und nein, die eigenartigen Aufkleber, die im Bahnwagen zahlreich mit eindeutiger Symbolik ein "Pssst" andeuten (zu sehen ist ein Kopf und ein Zeigefinger vor dem Mund), sind selbstverständlich dazu da, von jedem Fahrgast individuell ausgelegt zu werden.
Das Radio und die Programmqual (II)
Es reicht. Ich kann und will es nicht mehr hören. Radio am frühen Morgen und dieses Reingequatsche in die laufenden Lieder, die erst ein paar Sekunden angespielt wurden. Das ist ein Kündigungsgrund. Ausreichend, um zumindest diesem Sender den Rücken zu kehren. Das ist Folter für die Ohren, zumindest für meine. Ich fühle mich zudem schmerzlich an meinen Beitrag vor ein paar Monaten erinnert: "Das Radio und die Programmqual".
Nur wie soll es jetzt weitergehen? Gerade morgens mag ich für den Start in den Tag etwas Musik hören. Ich sollte meine Macht als Kunde nutzen und mich nach Alternativen umsehen: andere Radiosender, neue Technik (z.B. über Funk aus dem Wohnzimmer) oder Internetradio.


